Louis OBERLECHNER (Sohn von Joseph) Schmied, und von Julie HARTWEG, ist am 9. September 1899 in Klingenthal, am Fuß der Vogesenen geboren. Er macht seine Studien in Straßburg, zuerst im Gymnasium Saint-Etienne dann am Seminar und an der Theologie-Fakultät. Er ist in 1917 mobilisiert worden und wurde verletzt. Er wird Priester in 1923 , zuerst Vikar benannt in der Bergbauerstadt von Wittenheim, dann an der Pfarrgemeinde Saint-Joseph von Mühlhausen, schließlich in 1930, an der Pfarrgemeinde Sainte-Marie von Colmar, wo er bis 1975 bleiben wird. Während des zweiten Weltkrieges ist er zwei Mal von der Gestapo verhaftet worden. Man warf ihm vor, vor allem, die Briefe, die er den Jugendlichen seines Viertels schickte. Als er an die Pfarrgemeinde Sainte-Marie von Colmar ankommt, sind wir in voller " Volksfront ", und alles ist zu bauen. Das Viertel ist ein kommunistisches Arbeiterviertel ohne Kirche. |
Dort baut er hintereinander eine Kapelle, ein soziales Haus und dann schließlich, nach dem Krieg, die Kirche "Unsere Dame des Friedens", deren ersten Stein der 23. Mai
1954 gestellt wurde. Er brauchte beinahe dreißig Jahren um sie zu beenden. Um die Bevölkerung anzuziehen, schuf er zuerst ein " Kasino ", Raum von Festen, wo er Kino-Sitzungen organisierte. Er war auf seine Feriensiedlungen in Klingenthal, Ribeauvillé und Orbey, wo die bescheidenen Jungen von den Wohltaten der Natur profitieren konnten, sehr stolz. Für die Kirche hatte er den Glockenturm organisiert, getrennt vom Körpergebäude, so daß später, es môglich sei, Unterkünfte für die Jugendlichen zu schaffen. Dieser Vorort-Geistliche war auch ein Intellektueller. Seine Zeitgenossen erzählen, daß man in seiner Bibliothek Térence, Rabelais, Fischart (der elsässische Rabelais), Cervantes, Wilhelm Busch, Tchekov, Lesage, Grimmelshausen, findet und auch… Abraham von Sancta Clara. Mit welchen Mitteln hat er alle seine Projekte finanziert? Das ist ein Geheimnis. Er hatte die Begabung die Spender aufzutreiben: er wußte sie zu finden und sie zu überzeugen. Hinsichtlich der Konstruktion seiner Kirche erklärt er, in seinem kleinen Buch «Geschichten vom Jeromle», wie er sie finanziert hat. Oder vielmehr erklärt er es nicht. |
Er sagt, daß er mit nichts angefangen hat! Dann hat zehn Jahre gebraucht, um sie zu bauen , und noch zehn Jahre um sie zu bezahlen. Und an denen, die ihn gefragt haben, auf welcher Bank er sein Geld plaziert hatte, entsprach er: auf der göttlichen Bank! Obwohl er die Ehren verweigte, wird er jedoch in 1951 mit dem Titel von Offizier der Akademie geschmückt, empfängt die Ehre-Schar in 1954, und wird ehrenamtlichen Domherrn in 1962 benannt. Er starb am 2. Dezember 1975 in Ingersheim im Alter von 76 Jahren und wurde in Klingenthal begraben Im Viertel Sainte-Marie trägt der alte Platz Maimbourg heute den Namen vom Domherr Louis OBERLECHNER. |